Traditionelles Karatedō in Österreich kann in direkter Linie von Meister Gichin Funakoshi, vom Gründer des modernen Karate abgeleitet werden, der diese Kampfkunst aus seinem Heimatland Okinawa in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Japan brachte.

Ein Schüler der – von Funakoshi gegründeten – Takushoku-Universität, der noch heute aktive Hirokazu Kanazawa kanchō, gründete die SKIF (Shotokan Karate-Do International Federation). Die Anhänger beachten die »Säulen des Karatedō«: Kihon (Grundschule), Kata (Form), Kumite (Partnerübung) und geistiges Training. Nur ausgewogenes Üben aller Säulen gewährleistet, dass Karate nicht zum bloßen Sport degeneriert.

Für die »westliche« Denkweise ist es schwierig, in einer körperlichen Betätigung auch deren Einfluss auf die Entwicklung der Seele zu erkennen. Gerade beim Kampfsport muss größter Wert auf die geistige Entwicklung des Schülers gelegt werden, da ansonsten der großen Verantwortung mit dem Umgang dieses Könnens nicht Rechnung getragen würde. Wir verstehen uns bewusst als Gegensatz zum weitverbreiteten Sportkarate (häufig zu sehen in einschlägigen Filmen, wie »Karate Tiger« etc.), welches sich in physischem Training und dem Streben nach Wettbewerbserfolgen erschöpft.

Unser Ziel ist: Eine ganzheitliche Erfassung der traditionellen Lehre einer Karate-Kunst, die ihre Wurzeln in der jahrhundertelangen Entwicklung von China über Okinawa, Japan in die ganze Welt hat. Bevor wir uns jedoch zu sehr in die Welt des Bushidō (jap.: Weg des Kriegers) verlieren, kommt bei uns auch das Gesellige nicht zu kurz: Nach dem Training findet sich immer eine Runde, die über das zuvor Geübte fachsimpelt, oder auch über andere Themen plaudert ...