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Grüezi! – ein Erlebnis-Gasshuku

verfasst am 30.08.2015 von Paul Gawes

Direkt nach der Sommerschule in Oberwart ging es für neun Karateka der SKIAF mehr oder weniger direkt weiter in die Schweiz nach Locarno. Das hieß, nach der Heimfahrt Burgenland blieb nicht viel Zeit, um die Koffer umzupacken und zur nächsten Station, dem gemeinsamen Abendessen in Pizzaform in Salzburg, zu fahren. Dank der guten Vorbereitung zeigte sich die Autofahrt nicht so schlimm wie erwartet, doch auch die diesjährige Anreise hatte ihre Tücken: Um kurz vor Mitternacht teilten uns die Insassen des dritten Autos mit, dass sie mit leerem Tank in irgendeinem Ort in Vorarlberg an einer geschlossenen Tankstelle stehen würden….

Als wir endlich weiterfahren konnten, fuhren wir bis um 2 Uhr in der Früh nach Chur um dort ein paar Stunden Schlaf zu tanken – um 5.15 Uhr standen wir auf um eine halbe Stunde später schon wieder weiterfahren zu können, damit wir pünktlich zum ersten Traininig in Locarno waren. Schon beim ersten Training erlebten wir den Kursleiter des Trainings, Koga Rikuta shihan mit seinem ältestem Schüler Antonio Racca, Yamada Toshio shihan und Kanazawa Daiso sensei in gewohnter Agilität, um unsere müden Knochen in Schwung zu halten.

Nach dem Training begannen wir am Campingplatz die Zelte aufzubauen, doch hier stießen wir an die nächste Schwierigkeit: Willi bemerkte, dass er das Innenzelt seines Dreimannzeltes Zuhause vergessen hatte, welches bei normalem Aufbau die Außenhülle stützt. Diese Problematik wurde durch das an den Fernsehhelden „MacGyver“ erinnerndes Geschick unseres „MacBracos“ souverän gelöst… Ohne Innenzelt war es sowieso besser, da es in dieser Woche sehr heiß war.

Nach dem Mittagessen ging es dann gleich weiter ins zweite Training, welches täglich um 16 Uhr begann. Am Dienstag wurde unsere Abordnung durch die aus der Trainingspause zurückkehrende Magret Kozousek und Heimo Rainer verstärkt, der Aragane Yasuyuki shihan nach dem Gasshuku im Burgenland noch zum Flughafen gefahren hatte.

Mittwoch-Nachmittag wurde wie jedes Jahr der Locarno-Cup ausgetragen. Dabei erreichte der „plötzlich gealterte“ Leon Nussbaumer den dritten Platz im Bewerb Kumite Junioren (15–17 Jahre), der zweite Platz der Wertungen Kata und Kumite Herren ging an Armin Paar und Svenja Rainer rundete dies mit einer weiteren Silbermedaille in der Kategorie Kumite Damen ab.

Damit das „Erlebnis-Gasshuku“ nicht an Vorfällen verarmt, wurde von den jüngsten Teilnehmern eine weitere Anekdote eingebaut: Das mittägliche Baden der beiden im Fluss nahe des Campingplatzes wurde durch „Sand-Werfen“ ergänzt, was in einer Ladung Sedimentkörner in Leons Augen gipfelte. Sogar der sofort aufgesuchte Augenarzt war von der Menge beeindruckt, die in den Augen Leons Platz hatte. Leon sah die letzten beiden Tage zwar aus, ob er eine Woche durchgefeiert hätte, das hielt ihm allerdings nicht vom Training ab.

Am Freitag-Mittag begannen wir das Zelt abzubauen und nach dem Nachmittagstraining fuhren wir wieder nach Hause. Um ca.2 Uhr in der Früh kamen wir in Salzburg an, wo sich unsere Wege wieder trennten und damit war das diesjährige Schweiz-Abenteuer auch schon wieder vorbei.

P.S.: Das Training war anstrengend und schweißtreibend.