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Natsu-no Gasshuku in der Schweiz und in Österreich in einer Woche

verfasst am 27.07.2019 von Dominik Piereder

Die Trainingswoche begann für ein paar motivierte Karateka mit dem schweizer Sommerlager. Wir durften wieder in dem altbewährten, tollen Ferienhaus in Locarno übernachten, das drei Kilometer vom Trainingsort Losone entfernt ist. Mit fünf Personen war es diesmal ein ganz anderes Erlebnis als im Vorjahr mit fünfzehn, also versuchte jeder von uns so hart wie drei Karateka zu trainieren.

Das Training begann am Montagvormittag mit einer Stunde Kumite (Partnerübungen) und eineinhalb Stunden klassischem Training - Kihon (Grundtechniken), Kata (Form) und Kumite. Nachmittags wiederholte sich dieser Ablauf, der ja üblich für das schweizer Sommerlager ist. Dieses Jahr waren neben Rikuta Koga shihan (9. Dan, Bundestrainer der Schweiz) und dessen höchstem Schüler Toni Racca sensei (8. Dan), außerdem zwei andere japanische Top-Trainer anwesend: Toshio Yamada shihan (8. Dan, Griechenland) und Shinji Tanaka sensei (7. Dan, Japan).

Da das Wetter sehr gut war, fuhren wir nach dem Nachmittagstraining gerne zum See. Abends entspannten wir gemütlich auf der Terrasse mit gutem Essen und Trinken.

Nachdem sich das schweizer mit dem österreichischen Sommerlager dieses Jahr leider überschnitt, verließen wir die Schweiz bereits am Mittwoch nach insgesamt siebeneinhalb Stunden intensivem Training.

Nach einer Nacht Zuhause begann das österreichische Gasshuku in Oberwart, Burgenland am Donnerstag. Das hoch graduierte Trainerteam bestand hier aus dem deutschen Bundestrainer Akio Nagai shihan (9. Dan), aus Japan Manabu Murakami shihan (8. Dan) und dem irischen Bundestrainer Yasuyuki Aragane shihan (7. Dan).

Dadurch, dass es auf unserem heimischen Trainingslager pro Tag nur eine Trainingseinheit gibt, hat man im Gegensatz zu der Schweiz mehr Zeit zu regenerieren und auszuschlafen. Außerdem kann man gemütlich mit anderen Karateka aus ganz Österreich die Freizeit genießen, um dann mit voller Energie beim nächsten Training dabei zu sein.

Wie zu erwarten gab es auch im Burgenland viele anstrengende und auch sehr lehrreiche Trainingseinheiten. Eines der tollsten Erlebnisse im Sommerlager ist, dass man nur dort die Dan-Prüfung (Schwarzgurt) abschließen kann. Dieses Jahr wurden Prüfungen zum ersten, zweiten, dritten und vierten Dan absolviert und ausnahmslos mit tollen Leistungen bestanden. Danach fuhren wir wie jedes Jahr mit dem Bus in die Karate-Disco und feierten die Absolventen. Am nächsten und auch letzten Tag des Sommerlagers gingen natürlich - trotz aller in dieser Woche erlebten Strapazen - alle ins Training. Zum Schluss durften die Kyu-Prüflinge (Farbgurt) nochmal ihr Können unter Beweis stellen und bildeten einen gebührenden Abschluss der tollen Trainingswoche.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Gasttrainern, die uns immer hochklassige Einheiten mit immensem sportlichen sowie Karatedo-philosophischem Niveau bieten und freuen uns schon auf nächstes Jahr, wenn wir wieder das schweizer und das österreichische Trainingscamp in vollen Zügen genießen können.

OSS