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Europameisterschaft 2022 in ‘s-Hertogenbosch, Niederlande

Offizielles Banner EM 2022, © 15thSKIEF European Championship Karate, NL 2022, www.skiefec2020.nl/

Inhalt

Neuigkeiten:
» Sponsoren für die EM2022
» Dienstag, 26.07.2022
» Mittwoch, 27.07.2022
» Donnerstag, 28.07.2022
» Freitag, 29.07.2022
» Samstag, 30.07.2022
» Sonntag, 31.07.2022
» Montag, 01.08.2022

Allgemeine Informationen:
» Der Austragungsort
» Das Team
» Sponsoren
» Weiterführende Links

Neuigkeiten

Sponsoren für die EM2022, 10.07.2022

In einem halben Monat ist es bereits soweit, die 15. SKIEF Europameisterschaft startet in ‘s-Hertogenbosch. Während die Vorbereitungen der Starter in den Endspurt gehen, können wir erfreulicherweise an dieser Stelle darüber berichten, dass wir eine Reihe von Sponsoren gewinnen konnten, welche die Starter der SKIAF mit großzügigen Geld- und Sachspenden unterstützen. Eine Übersicht über die Unterstützer befindet sich unter der Rubrik Sponsoren.

Sponsoren

Dienstag, 26.07.2022

Der Großteil der österreichischen Starter ist in 's-Hertogenbosch angekommen – ohne Gepäck allerdings. Dreizehn Koffer bleiben nach der Landung am Flughafen Schiphol verschollen. So müssen die meisten ihre Weiterreise mit dem Zug nach 's-Hertogenbosch gepäcklos antreten. Glücklicherweise hatten die Starter Vorkehrungen getroffen und die wichtigsten Utensilien für ihren Antritt im Handgepäck verstaut. Und so trübt der Vorfall nicht die Laune und die Vorfreude auf die bevorstehenden Wettbewerbe.

Mittwoch, 27.07.2022

Während sich die kofferlosen Starter mit einigen neuen Kleidungsstücken eindecken und die ersten Trainings auf den Tatamis (Anm.: die mit rot-blauen Matten ausgelegten Pools, auf denen die Wettkämpfe ausgetragen werden) stattfinden, macht sich die Grazer Delegation auf den Weg in die Niederlande. Am Flughafen von Amsterdam wird sie von den Coaches Armin Paar und Wilfried Pollheimer empfangen, die erneut zum Flughafen gereist waren, in der Hoffnung, Neuigkeiten zu Ihrem Gepäck zu erfahren. Leider bleibt der Versuch erfolglos. Von den 13 Koffern fehlt weiterhin jede Spur.

Donnerstag, 28.07.2022

Auf einer Bootsfahrt durch die Kanäle von 's-Hertogenbosch genießt ein Teil der österreichischen Delegation den sonnigen Vormittag. Dabei geht es durch mit Backsteinmauern gesäumte Wasserstraßen und ein Labyrinth aus Backsteintunneln unter der Stadt, welche von den meisten einfach nur Den Bosch genannt wird. Nur die High Society benutzt den komplizierten Namen 's-Hertogenbosch.

Am Nachmittag treffen sich die Starter nochmals zum gemeinsamen Training auf den Tatamis. Gut vorbereitet stärken wir uns schließlich beim gemeinsamen Abendessen und blicken gespannt auf den Start der Wettkämpfe am Freitag.

Freitag, 29.07.2022

Bronze im Kumite für Österreich

Die Meisterschaft startet am Freitag mit den Bewerben der Junioren bis inkl. 17 Jahre und der Masters ab 40 Jahren.

In der Kata-Kategorie Masters 40-44 Jahre starten Harald Axmann und Admir Baric (im Bild links).

Admir Baric kämpft sich erfolgreich durch zwei Runden und landet damit im Finale. In der ersten Runde stand es dabei 4:1 Flaggen für Admir. Eigentlich eindeutig,  doch der Hauptschiedsrichter hielt die rote und die weiße Fahne verkehrt herum (rechts sollte die rote Fahne sein, denn der Kämpfer mit dem roten Gürtel steht rechts von ihm). Admirs Siege werden nachträglich für ungültig erklärt und seine erste Paarung wird wiederholt. Die Schiedsrichter entscheiden allerdings in der Wiederholung gegen Admir, und so scheidet er sehr ungerecht aus dem Bewerb aus.

Sein Mitstreiter Harald Axmann hat in der ersten Runde ein Freilos, in der zweiten Runde muss er sich 1:4 Fahnen gegen seinen Kontrahenten, den späteren Sieger des Bewerbs, geschlagen geben.

Für Admir Baric geht es allerdings bereits am Nachmittag beim Kumite der Masters 40-44 Jahre weiter. Souverän gewinnt er den ersten Kampf mit 3:0 Waza-ari (halbe Punkte im Kampf). Das ist insofern überraschend, als der Kampf eigentlich nur auf 2 Waza-ari gehen sollte.

Im zweiten Durchgang verliert er seinen Kampf, hat sich jedoch für den dritten Platz qualifiziert. Im Kampf um diesen kann er seinen Gegner aus Deutschland besiegen und erringt damit den 3. Platz. Wir gratulieren Admir herzlich zu seinem tollen Erfolg!

Samstag, 30.07.2022

Kumite-Vizemeister und hervorragende Kata-Leistungen

Der zweite Tag der EM beginnt mit der offiziellen Eröffnungszeremonie, bei dem sich alle Starter, Coaches und Schiedsrichter unter dem Applaus der Zuschauer in der Halle versammeln.

Danach starten die Einzelbewerbe der Damen und Herren in den Altersgruppen 18-19 und 20-39.

In den Kategorien Kata und Kumite Herren 18-19 Jahre geht Luca Brodinger ins Rennen.

Florian Schnitzinger, Dominik Piereder, Gabriel Kratzer und Clemens Luger treten in den Bewerben Kata und Kumite 20-39 Jahre an. Im Kumite-Bewerb wird das Team durch Mario Magerle verstärkt.

Bei den Damen starten Ingrid Adler, Svenja Rainer und Vera Paar im Kata-Bewerb in der Altersgruppe 20-39 Jahre.

Alle Starter zeichnen sich durch großartige Leistungen aus.

Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Florian Schnitzinger, Ingrid Adler und Vera Paar.

Florian Schnitzinger schafft im Herren-Kata-Bewerb den Einzug ins Halbfinale. Ebenso erreicht Ingrid Adler das Halbfinale, Vera Paar erreicht sogar das Finale und platziert sich dort auf dem hervorragenden 6. Platz.

Im Kumite-Bewerb erzielt Florian Schnitzinger in seiner Gewichtsklasse über 75kg nach fünf Kämpfen den sensationellen 2. Platz. Er muss sich lediglich im letzten Kampf gegen den belgischen WM2016-Bronzemedaillenträger geschlagen geben. Nach vielen Jahren harten Trainings sind wir stolz darauf, uns nun in dieser zentralen Kumite-Kategorie erfolgreich platzieren zu können!

Abgesehen von den Team-Bewerben erwartet uns am Sonntag nun noch ein weiteres spannendes Ereignis: Mit seinem zweiten Platz im Kumite-Hauptbewerb hat sich Florian Schnitzinger auch für den Kampf um den Grand Champion qualifiziert, wo es darum geht, den Kumite-Sieger über alle Gewichtsklassen zu bestimmen.

Herzlichen Glückwunsch unserem frisch gebackenen Kumite-Europavizemeister und viel Erfolg für die Kämpfe um den Grand Champion!

Sonntag, 31.07.2022

Silber im Damen-Kata-Team-Bewerb und spannende Kämpfe um den Grand Champion

Der Sonntag bei den großen Meisterschaften stand für uns immer im Zeichen der Teambewerbe, an denen wir traditionell teilnehmen.

Es ist das erste Mal, dass wir auch beim Kampf um den Grand Champion direkt mitfiebern. Interessant waren diese Kämpfe in der Vergangenheit allemal, denn sie werden im Gegensatz zu den restlichen Kumite-Bewerben ohne Handschützer ausgetragen. Ganz so, wie wir es bei unserem verstorbenen Bundestrainer Norio Kawasoe shihan gelernt haben und bei allen nationalen Meisterschaften und dem internationalen Kyū-Turnier sowie dem Kawasoe-Memorial-Cup praktizieren.

Bevor es soweit ist, starten in der Früh die Team-Kata-Bewerbe. Hier geht Florian Schnitzinger gemeinsam mit Clemens Luger und Dominik Piereder ins Rennen. Letzterer ersetzt Daniel Muschick, der sich leider zwei Wochen vor der Meisterschaft bei seiner Prüfung zum 4. Dan eine Verletzung zugezogen hat und damit für die aktive Teilnahme an den Bewerben ausfiel. Trotz kurzer Vorbereitungszeit zeigen sie eine sehr solide Synchron-Kata, verpassen aber leider knapp den Einzug ins Finale.

Unser routiniertes Damen-Team kann sich mit ihrer synchronen Darbietung der Kata Gojushiho Dai im Finale platzieren, dort holen sie schließlich mit der Kata Nijūshiho die zweite Silbermedaille für Österreich in der diesjährigen EM. Das Damen-Team überbietet damit sogar die letzten Erfolge bei internationalen Bewerben: ihre beiden Bronzemedaillen bei der EM 2017 und der WM 2019.

Im Kumite-Team-Bewerb 18-39 Jahre tritt das Herrenteam mit Florian Schnitzinger, Dominik Piereder, Clemens Luger, Gabriel Kratzer, Mario Magerle und Luca Brodinger in der ersten Runde gegen Italien an und schlägt sich wacker. Dominik Piereder erzielt u.a. mit dem vielleicht ersten Mae-Geri (Anm.: gerader Fußstoß) auf dem gesamten Tournier einen Waza-ari (Anm.: einen halber Punkt). Leider muss sich das Team nach fünf Kämpfen gegen das Team unseres Nachbarlandes geschlagen geben, das später den zweiten Platz nach Dänemark belegen wird.

Schließlich folgt das große Finale, der Kampf um den Grand Champion der Herren. Die zwölf Gewinner der vier gestrigen Herren-Kumite-Disziplinen (18-19 Jahre, 20-39 Jahre, jeweils bis 75 und ab 75 kg) kämpfen um den Titel, und die Spannung ist kaum auszuhalten, kämpft Österreich mit Florian Schnitzinger hier doch erstmalig mit.

Den ersten Kampf kann Florian 2:1 Waza-ari für sich entscheiden. Es folgt der Kampf gegen Markus Nymand aus Dänemark. Der ist alles andere als ein Niemand, er war der europäische Grand Champion des Jahres 2017, hat Florian aber nicht viel entgegenzusetzen: Der Kampf entscheidet sich 3:0 für Florian. Er qualifiziert sich damit unter tosendem Applaus der österreichischen Delegation sowie wesentlicher Applaus-Unterstützung unserer deutschen und schweizer Freunde für das Halbfinale. Dass die Schweizer sogar ihre gigantische Kuhglocke für uns läuten, mit der sie sonst ihre Starter anfeuern, freut uns ganz besonders und unterstreicht die langjährige Freundschaft zwischen unseren Teams.

Die Spannung ist kaum mehr auszuhalten. Es geht um nicht weniger als den Einzug ins Finale für den Grand Champion. Florian schlägt sich ausgezeichnet, doch der Kampf entscheidet sich für seinen Gegner.

Es bleibt der Kampf um den dritten Platz, den Florian gegen den Gewinner seiner Kategorie vom Vortag, Michel Almeida aus Belgien, ausficht. Die zwei Minuten des Kampfes vergehen ohne eine einzige Technik. Wer hätte glauben können, dass das gegenseitige Abpassen so nervenzerreißend sein könnte. Beide Kontrahenten wissen um die Gefahr, dass ihr Angriff geblockt werden könnte und der Konterangriff trifft. Der Kampf geht in die erste Verlängerung. Dieses Mal startet Michel einen Angriff. Dabei wird Florian am Kinn verletzt. Unser Teamarzt versorgt ihn notdürftig. Michel wird für die entstandene Verletzung verwarnt, Florian erhält im Gegenzug einen Waza-ari. Das Ende der Verlängerung ist zum Greifen nahe, da trifft Michel und erzielt so den Ausgleich. Die Verlängerung endet unentschieden, eine zweite Verlängerung folgt. Dieses Mal kann Florian mit einem Treffer in Führung gehen. Doch wiederum schafft es Michel, Sekunden vor Ende des Kampfes auszugleichen. Und so endet auch die zweite Verlängerung in einem Unentschieden. Es kommt zum Flaggenentscheid: Die Schiedsrichter bewerten das Gesamtgeschehen im Kampf. Die Entscheidung fällt leider zugunsten von Michel aus.

Zwar kehren wir in dieser Kategorie ohne Medaille zurück, doch bleibt die Erinnerung an die eindrucksvollen Kämpfe, die sich Florian mit seinen Gegnern geliefert hat.

Herzlichen Glückwunsch an unser Kata-Team-Vizemeisterinnen und an Florian Schnitzinger für seine hervorragenden Kumite-Leistungen!

Montag, 01.08.2022

Mit der Sayonara-Party findet die 15. SKIEF Karate EM am Sonntagabend ihren würdigen, feierlichen Abschluss. Bereits am nächsten Tag geht es für viele Mitglieder der österreichischen Delegation wieder zurück nach Hause. Auch die Rückreise verläuft teilweise etwas holprig, doch am Ende kommen alle wohlbehalten zuhause an. Und auch von der Gepäcksfront gibt es letztlich gute Neuigkeiten zu berichten: Alle Gepäckstücke sind wieder aufgetaucht und finden (wenngleich viel zu spät) den Weg zurück zu ihren Eigentümern.

Was bringen wir sonst noch mit nach Hause: Viele spannende Eindrücke und Erfahrungen, die Erkenntnis, dass sich die Karateka des SKIAF durchaus mit ihren europäischen Kollegen messen können, und neue Motivation, uns in etlichen Punkten weiter zu verbessern. Wir freuen uns bereits darauf, unsere internationalen Kollegen bei der nächsten großen Meisterschaft wiederzusehen und dort das Gelernte zu präsentieren.

Für die Berichterstattung: Harald Axmann mit Unterstützung von Svenja Rainer und Daniel Muschick


Allgemeine Informationen

Der Austragungsort

Die historische Stadt ‘s-Hertogenbosch (dt. Herzogenbusch) liegt inmitten der Niederlande auf nur 6 m über dem Meeresspiegel. Mit einer Einwohnerzahl von ca. 155.000 ist sie nahezu exakt gleich groß wie die heimische Stadt Salzburg und hatte im Mittelalter mit der Festung Herzogenbusch eine ähnlich wichtige Bedeutung wie die Festung Hohensalzburg – galt diese doch als nahezu uneinnehmbar.

Nach zweimaliger, pandemiebedingter Verschiebung finden die 15. Europäischen Meisterschaften der SKIEF heuer von 27.7.-31.7.2022 im Maaspoort Center statt. Amüsantes Karate-Detail: ‘s-Hertogenbosch liegt nur 20 Autominuten neben „Oss“.

© https://www.google.at

© Google Maps

Das Team

Von der Shotokan Karatedo International Austrian Federation (SKIAF) wird eine Delegation von ca. 10 Startern entsendet, um Österreich bei der Europameisterschaft zu vertreten. Begleitet werden die Starter von einem Team von Kampfrichtern und Coaches. Weitere Informationen zu den Teilnehmer, folgen in Kürze.

Folgend die Liste der Teilnehmer:

Patrick Jaffré
Patrick Jaffré (6. Dan)
Wilfried Pollheimer
Wilfried Pollheimer (5. Dan)
Armin Paar
Armin Paar (4. Dan)
Vera Paar
Vera Paar (4. Dan)
Daniel Muschick
Daniel Muschick (4. Dan)
Mario Magerle
Mario Magerle (3. Dan)
Svenja Rainer
Svenja Rainer (3. Dan)
Harald Axmann
Harald Axmann (3. Dan)
Ingrid Adler
Ingrid Adler (3. Dan)
Clemens Luger
Clemens Luger (2. Dan)
Admir Bajric
Admir Bajric (2. Dan)
Florian Schnitzinger
Florian Schnitzinger (2. Dan)
Dominik Piereder
Dominik Piereder (2. Dan)
Gabriel Kratzer
Gabriel Kratzer (1. Dan)
Luca Brodinger
Luca Brodinger (1. Dan)

Unsere Sponsoren

Die Starter-Delegation bedankt sich bei allen Sponsoren, die sie mit Geld- und Sachspenden unterstützt haben:
Modulcode GmbH

Modulcode GmbH
Gimplstraße 3, 5302 Henndorf am Wallersee

Feichtinger Sondermaschinenbau

Feichtinger Sondermaschinenbau
Segerwiesen 15, 5203 Köstendorf

SPÖ-Gemeinderatsklub Graz

SPÖ-Gemeinderatsklub Graz
Hauptplatz, 3. Stock, ZiNr 357, 8011 Graz-Rathaus

Sportcafe Henndorf

Sportcafe Henndorf
Dorfgasse 5, 5302 Henndorf am Wallersee

Weiterführende Links

Offizielle Homepage der Europameisterschaft 2022: » www.skiefec2020.nl

Rückblick: Die Weltmeisterschaft 2019 in Tschechien

Informationen zur letzten Weltmeisterschaft, die 2019 in der tschechischen Stadt Hradec Králové stattgefunden hat, sind hier verfügbar.